Im ersten Teil des Beitrages „Durschnittliche Besuchszeit auf der Seite“ wird eine Lösung beschrieben wie man mit Hilfe von Segmentierung die tatsächliche Durschnittliche Besuchszeit rausbekommt. Zusammengefasst, geht es darum, dass die Single Page Views mit Hilfe der Segmentierung raus gefiltert werden, um die richtigen Daten zu bekommen. Es gibt jedoch eine andere Lösung um die genaue Besuchszeit auf der Seite / Landingpage festzustellen.
Seit geraumer Zeit bietet Google Analytics die Möglichkeit JavaScript Events zu messen. Hier gibt es zwei Lösungsansätze um diese messen zu können. Der erste und weit verbreitete Lösungsansatz ist das Tracking von Virtual Pageviews, hiermit ist es möglich virtuelle Seitenaufrufe hervorzurufen, welche dann ausgewertet werden können. Dieser Ansatz eignet sich beim Tracking von One-Click-Checkout Prozessen, welche mit Ajax programmiert wurden. Ein guter Beispiel ist der Checkout Prozess beim Magento Shop, hier wird nämlich immer nur eine Seite geladen, deshalb ist es nicht möglich die einzelnen Schritte bei der Trichtervisualisierung darzustellen. Typischer Verlauf von einem normalen Checkout Prozess sieht wie folgt aus
Da aber beim Magento Shop dieser nur aus einem Schritt besteht, werden zu den einzelnen Schritten jeweils passende virtuelle Seitenaufrufe vergeben um den Einkaufsvorgang als Trichter deutlich darstellen zu können. Die Virtual Pageviews können aber auch eigesetzt werden, um die tatsächliche Besuchszeit auf der Seite zu berechnen. Besonders bei Landingpages welche Traffic von einer PPC Kampagne bekommen, bringt solche Berechnung unheimlich viele neue Informationen. Auf der Hilfepage ist eine Beschreibung zu finden, wie solche Virtual Pageviews in die Seite implementiert werden können. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein onClick event an die URL angehängt wird, welcher dann den virtuellen Seitenaufruf auslöst.
Nehmen wir an es wird ein Affiliate Projekt gestartet. Auf der Affiliate Landingpage werden mehrere ausgehende Links platziert. Die Besucher werden über die Paid Search Kampagnen akquiriert. Alle Besucher die über die Paid Search Kampagnen auf der Seite landen, haben theoretisch zwei Auswahlmöglichkeiten. Entweder sie verlassen sofort die Seite oder sie klicken auf einen ausgehenden Link welcher auf die Advertiser Webseite führt. In beiden Fällen zeigt das Web Analytics Tool eine Bounce Rate von 100% und eine durchschnittliche Besuchszeit auf der Webseite von 00:00:00 Minuten an.
Bei diesem Beispiel gehe ich davon aus, dass die gesamte Seite nur aus einer Landingpage besteht und die Besucher nur die beiden oben beschrieben Möglichkeiten haben. Jedoch werden die Webpages in den meisten Fällen aus mehreren Unterseiten gebaut, hierfür eignet sich sehr oft ein Filter, welcher dann nur die Zugriffe auf eine bestimmte Landinpage auswertet. Dadurch wird die Performance der ausgewählten Seite in den Mittelpunkt gestellt.
Um die genauen Daten der Landingpage zu bekommen, werden nun die ausgehenden Affiliate Links mit dem onClick event versehen. Dies ermöglicht nun die Auswertung von Click-Through-Rate auf der jeweiligen Landingpage. Zusätzlich zur CTR werden auch die neuen Daten erfasst und sobald ein Besucher auf den ausgehenden Link klickt, entsteht ein virtueller Seitenaufruf. Dieser virtuelle Seitenaufruf führt zur Folge, dass die Bounce rate und die Besuchszeit wertberichtigt wird. Mit Hilfe von dieser Funktion werden nun die genauen Werte dargestellt. Die ermittelten Werte ermöglichen uns die genaue Analyse der Landingpage in Bezug auf die Bounce Rate und die Besuchszeit zwischen dem Eintritts- und Austrittszeitpunkt.
Zusätzlich kann ein virtueller Seitenaufruf als ein Ziel definiert werden. Dadurch sieht man auf den ersten Blick welche Keywords zu den gewünschten Aktionen führen. Dieser Weg macht die Auswertung unglaublich einfach und stellt die wichtigsten Daten im Dashboard zur Verfügung. Jedoch haben die virtuellen Seitenaufrufe zwei Einschränkungen. Sobald die Links richtig getaggt wurden, entfällt die Möglichkeit die Website Overlay Funktion zu nutzen. Die andere Einschränkung besteht darin, dass der Wert der eigentlichen Seitenaufrufe um die virtuellen Seitenaufrufe erhöht wird. Dadurch werden die erhobenen Daten manipuliert und sollten erst um den Wert der virtuellen Zugriffe bereinigt werden. Beim Einsatz von solchen Techniken ist es wichtig über die Einschränkungen und daraus entstehenden Folgen im Klaren zu sein, damit immernoch eine korrekte Entscheidungsgrundlage dargestellt wird!
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[...] kommenden Freitag im zweiten Teil meines Beitrages über die virtuellen Seitenaufrufe, werde ich mehr auf das Thema eingehen und einige Lösungsvorschläge beschreiben. Es gibt mehrere [...]
Sehr schöner Artikel zu den virtuellen Links. Hast du auch eine Lösung gefunden wie man in den Google Webmastertools die virtuellen Links nicht als 404 angezeigt bekommt ohne eine 301 Weiterleitung für diese Links in der .htaccess zu hinterlegen? Da suche ich schon länger nach etwas pratikableren, gerade für große Seiten.
Hallo Jan, ich verstehe nicht so ganz was du genau brauchst. Diese Links enthalten nur einen JavaScript tag, ansosten sind die Links weiterhin gültig, auch wenn beim Browser das JavaScript deaktiviert wurde. Interne Links auf der Seite sollten nicht getaggt werden, da sonst der Referrer überschrieben wird.
Ich meine auch externe Links. Auf http://www.jan-borgwardt.de habe ich sämtliche externe Links zusätzlich vertaggt. z.B. wie folgt:
Xing
Klar, dass /extern/xing nicht exisiert, in den Webmastertools werden diese aber als interne Links angezeigt und als 404 fehlerhaft ausgewiesen.
oje … der link wurde umgewandelt … hier nochmal der Tag ohne HTML:
onclick=”javascript: pageTracker._trackPageview (‘/extern/xing’);”
Du kannst diesen Verzeichnis per robots.txt ausschließen, so in etwa als Beispiel:
User-agent: *
Disallow: /extern/
Hast du das schonmal probiert?
Tja… warum in die Ferne schweifen… das sollte es doch schon lösen
Ich bin gerade mit dem Mobiltelefon unterwegs. Man kann den Weblog hier sehr gut darauf surfen.