Bei der Erstellung von Suchmaschinenmarketing Kampagnen ist es wichtig, dass die Kampagnen richtig getrackt werden, um wichtige Entscheidungen treffen zu können. Da Google Analytics automatisch nur die Adwords tracken kann, sollte man zu einer anderen Lösung greifen. Hierfür eignet sich das Tool mit dem Namen „Google URL Builder“. Mit diesem Tool ist es möglich die URLs zu taggen, damit diese auch richtig in das Analytics Account übernommen werden.
Zwar werden die Kosten, ROI, Margin und andere Metrics nicht in das Analytics Account übernommen, dafür ist aber eine Auswertung von Anzeigenversionen, Keywords und Conversion rate möglich. Es ist jedenfalls empfehlenswert alle Kampagnen zu taggen, da sonst der bezahlter von Traffic von Yahoo und Microsoft als „organic“ angezeigt wird, dadurch wird die Zuordnung völlig ausgeschlossen. Beim Google URL Builder hat man 5 vordefiniere Felder:
1) Campaign Source: Hier wird der Referrer angezeigt über welchen die Besucher auf die Seite gelangen, so kann man z.B. die Links in einem Newsletter oder auch sogar bei Google Local Search kennzeichnen. Dieses Feld ist als erforderlich gekennzeichnet, hier sollte man unbedingt einen sinnvollen Namen sich überlegen.
2) Campaign Medium: Dieses Feld ist auch als erforderlich gekennzeichnet, hier wird das Medium genannt. Man kann als Beispiel das Medium Cost-Per-Click (cpc) oder Email vergeben. Zum Medium cpc sollten dann auch die Yahoo Search Marketing und Microsoft adCenter Kampagnen zugeordnet werden. Hier hat man die Wahl zwischen cpc oder ppc, wobei das Google Analytics die Adwords Kampagnen als cpc zuordnet. Ich benutze immer die Abkürzung „cpc“!
3) Campaign Term: Dieses Feld wird hauptsächlich dazu verwendet um die Keywords bei den bezahlten Kampagnen zu taggen. Zwar ist es ein sehr hoher Aufwand alle Keywords zu taggen,jedoch ist dieser Aufwand definitiv lohnenswert. Dadurch wird das Auswerten vereinfacht und bestimmte Aktionen, werden zu bestimmten Keywords zugeordnet.
4) Campaign Content: Wird auch für das A/B testing eingesetzt. Ich setze es meistens bei den Anzeigenversionen, dadurch kann ich die Performance der einzelnen Anzeigen beobachten. Aber auch beim Newsletterversand kommt es zum Einsatz, so taggt man beispielsweise die Links aus der HTML und der Text Version. Es gibt praktisch unendlich viele Möglichkeiten beim Einsatz von Campaign Content Feld.
5) Campaign Name: Mit dem letzten Feld wird die spezifische Kampagne bestimmt z.B. Alles-Muss-Raus Sale Aktion im Winter oder Promotional Code. Falls es keinen Namen für die Aktion gibt, kann dieses Feld leer gelassen werden. Nur die ersten beiden Felder sind erforderlich und zwar Source & Medium.
Bei der Erstellung von Kampagnen kann das Tool sehr hilfreich sein. Aus meiner Erfahrungen, setzen dieses Tool nur die wenigsten ein, was für mich teilweise nicht verständlich ist. Da ohne das Tool, ein Teil der Daten einfach unbrauchbar ist und für die Analyse nicht benutzt werden können. So reicht es schon ein paar Links zu taggen, um eine detaillierte Auswertung machen zu können.
Übrigens, um die Adwords Daten automatisch in das Google Analytics Account zu übernehmen, sollte die Tracking Funktion unbedingt aktiviert sein. Mit der Aktivierung werden alle Daten automatisch mit dem Analytics Account verknüpft. Damit lässt sich nahezu fast alles Auswerten, sogar die Conversion rate auf den bestimmten Ad Positions. Das ist wirklich sehr starkes Tool, welches vor allem bei der Kampagnenoptimierung sehr gut eingesetzt werden kann.
Nun komme ich aber zu einem Beispiel aus der Praxis, damit es auch für jeden verständlich wird, wie man den URL Builder erfolgreich einsetzen kann. Nehmen wir an, dass wir eine Kampagne auf Microsoft adCenter gestartet haben, mit folgenden Eigenschaften:
1) Source: microsoft
2) Medium: cpc
3) Term: schlafanzug
4) Content: anzeigenversion-1
5) Name: winterschlussverkauf
So sieht dann der fertige Link aus. Diesen Link fügt man als Destination-URL ein.
http://www.mysite.com/?utm_source=microsoft&utm_medium=cpc&utm_term=schlafanzug&utm_content= anzeigenversion-1&utm_campaign=winterschlussverkauf
Das wars dann eigentlich auch schon, so ist der Link bereits fertig zum Einsatz. Es sollten immer am Anfang zwei verschiedene Anzeigenversionen getestet werden, damit die sogenannte „Winner-Version“ herausgefunden wird. Um dies zu machen, tauscht man einfach beim vierten Punkt, also beim Content die Variable aus. Da es an sich sehr mühselige Arbeit ist alle Links zu taggen, eignet sich dafür die Microsoft Excel Lösung. Damit kann die Arbeit teilweise automatisiert werden.












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