Markenbekanntheit erhöht die Conversion rate um den Faktor X

Wenn es um die Frage geht wie die Conversion rate gesteigert werden kann wird es öfter dazu geraten das A/B oder auch Multivariate Testing einzusetzen. Natürlich bringt dieser Ansatz sehr viel bei der Landing Page Optimization um aus Besuchern Kunden zu machen. In der Literatur und in den Blogs wird meistens nur von dieser Methode berichtet. Oft geht es darum, dass die einzelnen Elemente einer Webseite einfach durch modifizierte Elemente ersetzt werden beispielsweise die Call to Action Buttons eine andere Farbe bekommen oder die Überschriftengröße an die Auflösung angepasst wird.

Sehr oft bleibt es auch nur beim Testing & Auswerten von Ergebnissen. Die anderen Punkte wie die Markenbekanntheit einer Webseite werden überhaupt nicht berücksichtigt. Die meisten LPO Experten konzentrieren sich nur auf die Optimierung der Webpage Elemente, was natürlich nicht ganz verkehrt ist. Meiner Meinung nach sollte ein anderer Ansatz angewendet werden, welcher nicht nur die Webpage Elemente sondern auch andere Größen mit in die Conversion rate Optimierung einbindet.

Da es sich bei der Landing Page Optimization um einen Prozess handelt, sollte das Testing in einem Zyklus erfolgen. Außerdem ändern sich im Laufe der Zeit die Präferenzen und Ansichten der potenziellen Kunden, dadurch ist eine Anpassung von Werbeelementen unbedingt notwendig.

So wird die Conversion rate als KPI festgesetzt und in bestimmten Zeitabständen miteinander vergleichen. Oft wird die gesamte online Werbestrategie eines Unternehmens nicht berücksichtig. Es werden einfach aggregierte Daten genommen um die Veränderungen darzustellen. Die Segmentierung der einzelnen Werbekanäle findet überhaupt nicht statt. So wird dann die Conversion rate als ganzes genommen ohne die Berücksichtigung der anderen Größen. Es gibt oft überhaupt kein Zusammenhang wieso die CR gestiegen oder gesunken ist.

Am besten lässt sich das ganze an einem einfachen Beispiel erklären. Eine Unternehmenswebseite hat eine durchschnittliche Conversion rate von 1.5%. Im Verlauf des ersten Quartals steigt die Conversion rate kontinuierlich um 0.05% an. So wird die Steigerung der Conversion rate den Veränderungen an den einzelnen Landingpages zugeordnet. Aber was ist wenn der eigentliche Grund für die Steigerung der CR ein anderer ist? So kann beispielsweise die Zunahme von direkten Zugriffen gleichzeitig zur Steigerung der Conversion rate führen. Da die direkten Zugriffe oft mit dem Begriff Markenbekanntheit assoziiert werden, ist es auch vielleicht unter anderem der eigentliche Grund welcher für die Steigerung der CR verantwortlich ist. Dadurch dass die einzelnen LPO Maßnahmen über mehrere Monate laufen müssen um eine statistische Signifikanz zu erreichen, können die Ergebnisse nicht mehr auf eine einzelne Veränderung zurückgeführt werden. So ist es unbedingt notwendig nach den einzelnen Zugriffsquellen zu segmentieren, um die korrekten Ergebnisse zubekommen.

Die Landingpage Optimierung ist definitiv ein Prozess welcher dauernd fortgeführt werden soll, jedoch gibt es auch hier bestimmte Grenzen welche sehr schnell erreicht werden können. Man gelangt schnell an die Überoptimierung einer Webseite, so wird nämlich das ganze Budget weiterhin in die LPO gesteckt obwohl es schon mittlerweile keinen Sinn mehr macht Veränderungen an der Seite zu machen. In diesem Fall kann die Verlagerung des Budgets in Brandingmaßnahmen weit aus mehr Erfolge als die LPO bringen. Das ist auch der Grund wieso der klassische LPO Ansatz nicht korrekt ist und um wenigstens eine weitere Variable wie die Markenbekanntheit erweitert werden soll.

Was würden Sie zusätzlich zu dem klassischen LPO Ansatz hinzufügen? Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Ansatz zur Segmentierung von Kunden für SEM & SEO

In den meisten Konzepten wird sehr oft auf das Thema Segmentierung von Kunden und das Targeting des bestimmten Kundensegmentes eingegangen. Vor ein paar Jahren war dieser Prozess oft mit sehr hohen Kosten verbunden, da einfach noch keine ausgereiften Tools gab, welche die ganze Arbeit erleichtern konnten. Mittlerweile hat sich die ganze Situation geändert, es gibt ein paar gute online Tools welche bereits aussagekräftige Ergebnisse liefern können. Die erhobenen Daten können ziemlich gut in die bestehende Maßnahme integriert werden um den maximalen Erfolg zu erzielen.

Tools

Tools

Durch Segmentierung wird der gesamte Markt in Kundegruppen mit verschiedenen Bedürfnissen aufgeteilt. Die Segmentierung basiert auf geographischen, demographischen, psychographischen und verhaltensorientierten Merkmalen. Es ist nicht zwingend notwendig alle vier Segmentierungskriterien anzuwenden um brauchbare Ergebnisse zu bekommen. Oft reichen schon die geographischen und demographischen Merkmale damit ein bestimmtes Segment angesprochen werden kann. Kundensegmentierung kann unter anderem für Werbemaßnahmen, Produktentwicklung aber auch für die Webseitenarchitektur verwendet werden.

Bevor überhaupt eine Webseite oder eine Landingpage entwickelt werden kann, sollte man bereits über den zukünftigen Kundensegment genug Informationen gesammelt haben. Es ist mittlerweile wirklich sehr einfach ein paar brauchbare Daten für solche Zwecke zu bekommen. In diesem Fall steht uns das Google Ad Planner Tool zur Verfügung. Mit diesem Tool ist es möglich die wichtigsten demographischen Kriterien für “fast” jede beliebige Seite anzeigen zulassen.

Beispielsweise Sie betreiben einen Online Shop im Bereich Schlafmöbel und Wohnaccessoires. Eine mögliche SEO Optimierungsmaßnahme konzentriert sich auf die Begriffskombination „betten bestellen“. Die erste Frage welche oft bei diesem Thema auftaucht: Was ist eigentlich mein Kundensegment in diesem Bereich und wie soll die Landigpage überhaupt aussehen um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen? Ein einfaches Framework hilft bei der Beantwortung der Frage.

1. Der erste Schritt besteht aus der Informationensammlung und der Konkurrenzanalyse. Die meisten benutzen wohl Google für diese Zwecke, man kann natürlich auch andere Quellen für die Auswertung benutzen. Eine einfache Konkurrenzanalyse zu der Begriffkombination „betten bestellen“ liefert uns einige Webseiten, welche bereits für die Kombination sehr gut ranken.

2. Die Liste der identifizierten Konkurrenten wird schnell durch das Google Ad Planner Tool gejagt um ein paar brauchbare Daten zu bekommen. Die Auswertung der Webseiten zeigt uns folgende Aufstellung der demographischen Merkmale (siehe Screenshot). Oft sind die Daten nicht 100% korrekt, deshalb sollte eine bestimmte Menge der Daten gesammelt werden um überhaupt Rückschlüsse aus den Informationen ziehen zu können. Bei einer bestimmten Samplegröße wird es mit Sicherheit möglich sein einen bestimmten Trend erkennen zu können wonach sich die gesamte Werbestrategie richten kann.

Google Ad Planner

Google Ad Planner Zielgruppe

3. Als nächstes müssen die Daten natürlich richtig interpretiert werden. Alle Annahmen die bereits getroffen wurden sollten erstmal unberücksichtig bleiben, damit es nicht zu einer Verfälschung der Ergebnisse kommt. Aus den gewonnen Daten können mehrere Trends abgeleitet werden. Das Kundensegment besteht zu 60% aus Frauen und zu 40% aus Männern. Die meisten sind 35-45 Jahre alt mit einem stabilen Haushaltseinkommen von ca. 30.000 – 40.000 € im Jahr.

4. Nachdem die Segmentierung erfolgreich durchgeführt wurde, kommt als nächstes das Targeting ins Spiel. Targeting ist nicht anderes als die Evaluierung des identifizierten Segmentes in Bezug auf die Attraktivität. Hier wird entschieden ob überhaupt das gefundene Segment angegangen werden kann, da manche Segmente einfach nicht lohnenswert sind. In diesem Fall ist der Segment „Frauen ab 30 im Berufsleben“ sehr wichtig für die Marketingkampagne, da es zu einem der Hauptsegmente gehört. Durch eine Mikrosegmentierung können auch andere Segmente angesprochen werden, etwa wie „Männliche Singles ab 20“ oder „ Senioren 60+ finanziell abgesichert“. Die beiden Segmente können zwar sehr interessant werden sind aber nicht Attraktiv genug um dorthin das Werbebudget zu verlagern.

5. Nun wurde das Hauptsegment für die Begriffskombination „betten bestellen“ herausgefunden. Mit Hilfe der Daten kann die gesamte Werbestrategie etwas präziser gestaltet werden. Die Adwords anzeigen können speziell auf die Gruppe der „Frauen ab 30 im Berufsleben“ ausgerichtet werden. Die Landingpages sollten entsprechende Elemente beinhalten, durch welche die Zielgruppe angesprochen werden kann. Die Bannerwerbung kann auf entsprechenden Seiten geschaltet werden. Natürlich sollten die gewonnen Daten auch für die „offline“ Werbekampagne genutzt werden. Es gibt einfach viele Möglichkeiten für die Verwendung der Daten und diese Möglichkeiten sollten unbedingt genutzt werden.

Mit solchen Tools wie Google Ad Planner oder Microsoft Audience Intelligence haben die online Marketer starke Werkzeuge in die Hand bekommen. Natürlich sollte der Prozess der Segmentierung nicht nur auf demographischen oder geographischen Daten basieren. Zur genauen Ausrichtung der Werbestrategie sind verhaltensorientierte und psychographische Merkmale unbedingt notwendig.

Welche Tools benutzen Sie bei dem Segmentierungsprozess? Wie genau sind die online Tools wie Google Ad Planner oder Microsoft Audience Intelligence?