5 Wege – eine Lösung: Tracking von offline Werbekampagnen mit Google Analytics

Es gibt mehrere interessante Möglichkeiten um Offline Werbung mit Google Analytics zumessen und auszuwerten. Natürlich ist die Erfolgkontrolle auf dieser Weise enorm wichtig und wird auch sehr oft von den Kunden gefordert. Meistens werden die Offline Werbemaßnahmen durch die Online Werbung unterstützt und vice versa. Damit die Erfolgskontrolle der beiden Channels durchgeführt werden kann, sollten einige Techniken in die bestehende oder in die neue Kampagne implementiert werden. Somit lassen sich die Erfolge oder Misserfolge in Zahlen ausdrücken. Das Gute daran ist, dass das gesamte Tracking von einem Tool übernommen werden kann. In diesem Fall werde ich mich nur auf Google Analytics beziehen. Die vorgestellten Techniken können aber auch problemlos in andere Web Analyse Tools integriert werden.

1. Vanity URLs: eine sehr oft verbreitete Möglichkeit, mit der die Profile in den sozialen Netzen mit einer prägsamen URL dargestellt werden. Der Trend wurde in erster Linie damals von myspace.com/dein-nickname gesetzt und hat sich über die Zeit etabliert. So setzt Dell bereits seit mehreren Jahren die Vanity URLs für Tracking- und Werbezwecke erfolgreich ein. Ich habe vor einiger Zeit eine australische Dell / Yellow Pages Werbebroschüre in die Hand bekommen. Auf dieser Broschüre stand ganz unten folgende URL: dell.com.au/yellow

Hier hat das Dell online Team nicht nur eine Landingpage extra für die Kampagne kreiert, sondern auch eine x302 Weiterleitung von der dell.com.au/yellow eingerichtet. Mit der Weiterleitung werden zusätzlich einige Parameter an die URL angehängt, damit das Ganze auch richtig gemessen werden kann.

Dell Landingpage

Dell Landingpage

Das Tracking von Vanity URLs mit Google Analytics kann in 6 Schritten sehr leicht gemacht werden:

  • Ein prägsame und aussagestarke URL verwenden z.B. mysite.com/wintersale
  • Eine passende Landingpage für die Kampagne erstellen
  • Mit Google URL Builder folgende Parameter an die Vanity URL anhängen: ?utm_source=zeitschrift&utm_medium=print&utm_campaign=wintersale
  • Eine x301 Weiterleitung von der mysite.com/wintersale auf mysite.com/wintersale?utm_source=zeitschrift&utm_medium=print&utm_campaign=wintersale einrichten
  • Die URL mysite.com/wintersale durch Robots.txt aussperren.
  • Die neue URL nur bei einer bestimmten Kampagne verwenden. Da sonst die Ergebnisse nicht eindeutig gemessen werden können.

Auf dieser Weise lassen sich fast alle Zugriffe, die durch die Werbekampagne entstanden sind, ganz leicht auswerten. Zwar sind die Daten nicht immer 100%ig korrekt, da manche Besucher die „normale“ URL im Browser eintippen und somit auf die Startseite landen. Dies hindert uns aber nicht, um Entscheidungen über die Wirksamkeit der Kampagne treffen zu können.

2. Direkte Zugriffe: So kann der Vergleich von direkten Zugriffen in bestimmten Zeitabständen uns wichtige Informationen über den Erfolg der eingeführten Offline Kampagne liefern. Bei der Abbildung sieht man ganz deutlich einen Zuwachs beim direkten Traffic am 11 Januar 2010. Die Differenz zwischen den beiden Vergleichswerten kann auf die Einführung der Print Werbekampagne zurückzuführen sein. Hier sollte aber auch zusätzlich das Verhalten der Besucher in diesem Zeitraum ausgewertet werden. Bei Webseiten mit eCommerce Tracking können außerdem die Sales und die daraus entstandene Umsätze in Verbindung mit den Kosten gesetzt werden, um die Profitabilität der Kampagne zu berechnen.

Direkte Zugriffe

Direkte Zugriffe



3. Brand oder Subdomains: Je nach Größe und Produkt nutzen manche Unternehmen Branddomains oder Subdomains. Samsung hat für das neue Omnia Handy eine Microseite unter omnia.samsungmobile.com eingerichtet. Mit Google Analytics lassen sich die Zugriffe auf die Subdomains mit der Ergänzung von GA Tracking Code ohne Probleme messen. In diesem Fall würde bereits der Eintrag „pageTracker._setDomainName(“.samsungmobile.com”);“ und die Einrichtung von einem Filter zu dem gewünschten Ergebnis führen.

Samsung Omnia

Samsung Omnia



4. Gutscheine & Coupon Codes: Nahezu fast alle direkten Mailings, Werbebroschüren und sonstige Werbematerialien enthalten entweder Coupon Codes oder Gutscheine im Wert von X€. Durch diese Aktionen lassen sich die Umsätze steigern und die Kundenbindung an das Unternehmen wird verstärkt. Vor allem die Konsumgüterindustrie überschlägt sich regelrecht mit solchen Maßnahmen. Oft findet man einen Code auf der Rückseite der Verpackung oder unter dem Deckel einer Cola Dose.

So wird man auf der cokefridge.de aufgefordert, den mit dem Kauf einer Cola Dose erhaltenen Code auf der Website einzugeben. Dadurch wird nicht nur die Effektivität der Werbung gemessen, sondern es werden auch andere wichtige Daten für die Segmentierung der Zielgruppe gesammelt.

Google Analytics gibt uns die Möglichkeit bei der Eingabe von Codes virtuelle Pageviews aufzurufen. Das ganze kann aber auch als ein Event getrackt werden, den sobald jemand etwas in das Feld eingeben hat, wird eine Aktion ausgeführt. Mit etwas Programmieraufwand, ist es möglich nahezu alle Daten zusammeln.

Cola Fridge

Cola Fridge Webseite



5. Phone Call Tracking: Nichts Neues aber immer noch sehr aktuell. Bereits seit sehr langer Zeit setzen Gelbe Seiten und andere Unternehmen auf das Tracking von Phone Calls. Sobald eine „offline“ Anzeige bei Gelbe Seiten gebucht wird, bekommt der Werbetreibende eine Telefonnummer, die sich von der normalen Business Nummer unterscheidet. Alle generierten Anrufe über die Gelbe Seiten, werden getrackt und in regelmäßigen Abständen ausgewertet. Damit das Ganze nicht mit 10 verschiedenen Tools analysiert werden muss, gibt es seit geraumer Zeit mehrere Phone Call Tracking Lösungen, welche mit Google Analytics integrierbar sind. Dafür eignen sich die Tools von Mongoose, Adinsight und Ifbyphone besonders gut.

Gelbe Seiten

Gelbe Seiten

Mit den 5 vorgestellten Techniken lassen sich nahezu alle Offline Marketingkampagnen auswerten.

Sie haben weitere Fragen oder Anregungen zum Thema? Wie messen Sie Ihre Offline Werbung? Hinterlassen Sie bitte ein Kommentar!

Ansatz zur Segmentierung von Kunden für SEM & SEO

In den meisten Konzepten wird sehr oft auf das Thema Segmentierung von Kunden und das Targeting des bestimmten Kundensegmentes eingegangen. Vor ein paar Jahren war dieser Prozess oft mit sehr hohen Kosten verbunden, da einfach noch keine ausgereiften Tools gab, welche die ganze Arbeit erleichtern konnten. Mittlerweile hat sich die ganze Situation geändert, es gibt ein paar gute online Tools welche bereits aussagekräftige Ergebnisse liefern können. Die erhobenen Daten können ziemlich gut in die bestehende Maßnahme integriert werden um den maximalen Erfolg zu erzielen.

Tools

Tools

Durch Segmentierung wird der gesamte Markt in Kundegruppen mit verschiedenen Bedürfnissen aufgeteilt. Die Segmentierung basiert auf geographischen, demographischen, psychographischen und verhaltensorientierten Merkmalen. Es ist nicht zwingend notwendig alle vier Segmentierungskriterien anzuwenden um brauchbare Ergebnisse zu bekommen. Oft reichen schon die geographischen und demographischen Merkmale damit ein bestimmtes Segment angesprochen werden kann. Kundensegmentierung kann unter anderem für Werbemaßnahmen, Produktentwicklung aber auch für die Webseitenarchitektur verwendet werden.

Bevor überhaupt eine Webseite oder eine Landingpage entwickelt werden kann, sollte man bereits über den zukünftigen Kundensegment genug Informationen gesammelt haben. Es ist mittlerweile wirklich sehr einfach ein paar brauchbare Daten für solche Zwecke zu bekommen. In diesem Fall steht uns das Google Ad Planner Tool zur Verfügung. Mit diesem Tool ist es möglich die wichtigsten demographischen Kriterien für “fast” jede beliebige Seite anzeigen zulassen.

Beispielsweise Sie betreiben einen Online Shop im Bereich Schlafmöbel und Wohnaccessoires. Eine mögliche SEO Optimierungsmaßnahme konzentriert sich auf die Begriffskombination „betten bestellen“. Die erste Frage welche oft bei diesem Thema auftaucht: Was ist eigentlich mein Kundensegment in diesem Bereich und wie soll die Landigpage überhaupt aussehen um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen? Ein einfaches Framework hilft bei der Beantwortung der Frage.

1. Der erste Schritt besteht aus der Informationensammlung und der Konkurrenzanalyse. Die meisten benutzen wohl Google für diese Zwecke, man kann natürlich auch andere Quellen für die Auswertung benutzen. Eine einfache Konkurrenzanalyse zu der Begriffkombination „betten bestellen“ liefert uns einige Webseiten, welche bereits für die Kombination sehr gut ranken.

2. Die Liste der identifizierten Konkurrenten wird schnell durch das Google Ad Planner Tool gejagt um ein paar brauchbare Daten zu bekommen. Die Auswertung der Webseiten zeigt uns folgende Aufstellung der demographischen Merkmale (siehe Screenshot). Oft sind die Daten nicht 100% korrekt, deshalb sollte eine bestimmte Menge der Daten gesammelt werden um überhaupt Rückschlüsse aus den Informationen ziehen zu können. Bei einer bestimmten Samplegröße wird es mit Sicherheit möglich sein einen bestimmten Trend erkennen zu können wonach sich die gesamte Werbestrategie richten kann.

Google Ad Planner

Google Ad Planner Zielgruppe

3. Als nächstes müssen die Daten natürlich richtig interpretiert werden. Alle Annahmen die bereits getroffen wurden sollten erstmal unberücksichtig bleiben, damit es nicht zu einer Verfälschung der Ergebnisse kommt. Aus den gewonnen Daten können mehrere Trends abgeleitet werden. Das Kundensegment besteht zu 60% aus Frauen und zu 40% aus Männern. Die meisten sind 35-45 Jahre alt mit einem stabilen Haushaltseinkommen von ca. 30.000 – 40.000 € im Jahr.

4. Nachdem die Segmentierung erfolgreich durchgeführt wurde, kommt als nächstes das Targeting ins Spiel. Targeting ist nicht anderes als die Evaluierung des identifizierten Segmentes in Bezug auf die Attraktivität. Hier wird entschieden ob überhaupt das gefundene Segment angegangen werden kann, da manche Segmente einfach nicht lohnenswert sind. In diesem Fall ist der Segment „Frauen ab 30 im Berufsleben“ sehr wichtig für die Marketingkampagne, da es zu einem der Hauptsegmente gehört. Durch eine Mikrosegmentierung können auch andere Segmente angesprochen werden, etwa wie „Männliche Singles ab 20“ oder „ Senioren 60+ finanziell abgesichert“. Die beiden Segmente können zwar sehr interessant werden sind aber nicht Attraktiv genug um dorthin das Werbebudget zu verlagern.

5. Nun wurde das Hauptsegment für die Begriffskombination „betten bestellen“ herausgefunden. Mit Hilfe der Daten kann die gesamte Werbestrategie etwas präziser gestaltet werden. Die Adwords anzeigen können speziell auf die Gruppe der „Frauen ab 30 im Berufsleben“ ausgerichtet werden. Die Landingpages sollten entsprechende Elemente beinhalten, durch welche die Zielgruppe angesprochen werden kann. Die Bannerwerbung kann auf entsprechenden Seiten geschaltet werden. Natürlich sollten die gewonnen Daten auch für die „offline“ Werbekampagne genutzt werden. Es gibt einfach viele Möglichkeiten für die Verwendung der Daten und diese Möglichkeiten sollten unbedingt genutzt werden.

Mit solchen Tools wie Google Ad Planner oder Microsoft Audience Intelligence haben die online Marketer starke Werkzeuge in die Hand bekommen. Natürlich sollte der Prozess der Segmentierung nicht nur auf demographischen oder geographischen Daten basieren. Zur genauen Ausrichtung der Werbestrategie sind verhaltensorientierte und psychographische Merkmale unbedingt notwendig.

Welche Tools benutzen Sie bei dem Segmentierungsprozess? Wie genau sind die online Tools wie Google Ad Planner oder Microsoft Audience Intelligence?

Excel Tool: Google URL Builder für SEM Manager

Bereits im ersten Teil schrieb ich ausführlich über das Thema Google URL Builder und den richtigen Einsatz von diesem Tool. Wie ich finde, ist es eine sehr gute Methode die Kampagnen tracken zu können. Vor allem ist der Einsatz bei Yahoo Search Marketing & Microsoft adCenter zwingend notwendig, da sonst der Traffic als organic und nicht als paid angezeigt wird. Google bietet zwar eine webbasierte Anwendung für das Tagging der Links, diese ist aber bei einer großen PPC Kampagne fast nicht zu gebrauchen.

Kurzer Hand habe ich mich entschlossen ein Excel Tool genau für diese Zwecke zu kreieren. Bei diesem Excel Tool geht es nur um das Tagging der Links für bestimmte Kampagnen. In diesem Fall eignet sich dieser Excel sheet besonders ganz gut für Paid Search, aber auch für andere Sachen wie Newsletter und sonstige online Werbeaktivitäten.

Excel Url Builder

Excel Google URL Builder

Obwohl die meisten Funktionen selbsterklärend sind, gibt es trotzdem eine kurze Anleitung dazu:

1. Website URL – In dieser Spalte tragen Sie die Landinpage URL ein.

2. Campaign Source – Hier wird die genaue Quelle der Kampagne eingetragen bspw. Google, Yahoo oder Bing.

3. Campaign Medium – Das Medium kann verschiedene Bezeichnungen haben, hier hat man die Auswahl zwischen cpc, banner, email, link usw.

4. Campaign Term – Beim Campaign Term wird das gewählte Keyword eingetragen.

5. Campaign Content – Bei der Erstellung der Kampagnen werden meistens mehrere Anzeigen kreiert. In dieser Spalte wird die eindeutige Anzeigenversion eingefügt.

6. Campaign Name – Die Bezeichnung der Marketing Kampagne. Wählen Sie bitte einen eindeutigen Namen, damit später bei der Zuordnung keine Schwierigkeiten entstehen.

7. Tagged URL – In dieser Spalte ist die bereits getaggte URL zu finden. Diese URL kann durch copy&paste in das bestehende PPC Konto integriert werden.

8. Formeln zuweisen – Damit entlang der Spalte “Tagged URLs” auch die richtigen URLs angezeigt werden, sollten Sie eine der Zellen markieren, danach rechts unten (auf das kleine schwarze Rechteck) klicken und entlang der Spalte nach unten ziehen. Somit wird die eingegebene Formel auf die weiteren Zellen übertragen.

Laden Sie den Excel Google URL Builder herunter!

Welche Tools benutzen Sie für solche Zwecke?