Der Kampf zwischen SEO und PPC geht in die zweite Runde

Ich habe bereits im ersten Teil meiner Beitragsreihe „SEO vs. PPC“ auf die Unterschiede der einzelnen Channels hingewiesen und diese ausführlich erklärt. Es ging hauptsächlich darum, dass die beiden Channels sich gegenseitig ergänzen und keinesfalls als Konkurrenz gesehen werden sollen. In diesem Teil wird jedoch die Frage gestellt, wie unterschiedlich die Eintrittbarrieren in beiden Bereichen sind.

Ich werde mich hier auf das Porter-5-Forces Framework beziehen. Das Framework beschreibt fünf verschiedene Faktoren, welche für den Erfolg eines Unternehmens mehr oder weniger verantwortlich sind. Er bezieht sich unter anderem auf die Rivalität der einzelnen Marktteilnehmer in einer Nische bzw. einem Markt. Dieses Modell kann sehr gut auf die beiden Bereiche übertragen werden. Doch bevor ein Unternehmen sich entscheidet eine der Maßnahmen einzusetzen, werden die möglichen Kosten, und vor allem die Risiken kalkuliert und eingeschätzt. Die Höhe der Eintrittsbarrieren spielt sehr oft eine große Rolle bei der Auswahl von passenden Märkten und Marketingmaßnahmen. Als Eintrittsbarrieren werden die Kapitalanforderungen, politische Bestimmungen, Umstellungskosten und vieles mehr bezeichnet.

Die Höhe der Eintrittsbarrieren ist bei SEO und PPC unterschiedlich groß. In den meisten Fällen ist der Einsatz von Pay Per Click Advertising in der Einführungsphase mit weniger Kosten verbunden, da vor allem die ersten Ergebnisse bereits nach ein paar Stunden erzielt werden können. Die mit SEO verbundene Upfront Investitionen sind höher und vor allem ist die „Payback ROI Periode“ weitaus länger als die beim PPC. Das ist auch vielleicht der entscheidende Grund wieso das Pay Per Click Advertising gegenüber der Suchmaschinenoptimierung vorgezogen wird.

Auf den ersten Blick erscheint das Ganze recht plausibel genug, um eine schnelle Entscheidung treffen zu können. Doch dabei werden oft wichtige Zusammenhänge, wie der langfristige Konkurrenzvorteil oder die Folgekosten schlicht weg übersehen. Im Gegensatz zu SEO, bleiben die Kosten für den Einsatz von PPC auf konstanten Level und können sich sogar durch Eintritt von anderen Marktteilnehmern erhöhen. Zusätzlich können aber auch die Richtlinien oder sonstige politische Regulierungen geändert werden, dadurch kann z.B. das Bieten auf bestimmte Brands nicht mehr möglich sein. Somit sollte man immer auf alles gefasst sein, der Vorteil der Flexibilität und Schnelligkeit von Adwords&Co. kann für manche Unternehmen sehr schnell zum Nachteil werden. Dadurch, dass die Höhe der Eintrittsbarrieren beim PPC als niedrig eingestuft wird, haben auch andere Teilnehmer einen leichten Zugang zum Markt. Mit PPC ist es sehr schwierig, einen Konkurrenzvorteil aufzubauen, den hier gibt es praktisch keinen Kopierschutz. Jederzeit kann die Strategie kopiert und sogar verbessert werden, dadurch ist es fast unmöglich sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Bei der Suchmaschinenoptimierung ist es eher schwieriger in die umkämpften Bereiche vorzudringen. Es sind nicht nur hohe Upfort Investitionen, sondern auch das gewisse Know How nötig. Somit sind die Eintrittsbarrieren beim SEO weit aus höher als bei beim SEM. Die Marktzugänglichkeit wird durch die Höhe der Eintrittsbarrieren erschwert, dadurch können die Konkurrenten nicht so leicht in den Markt eindringen.

Zwar ist das Return on Investment am Anfang im negativen Bereich, dafür wird es später möglicherweise viel höher sein, als das von einer Adwords Kampagne.

Ich muss aber zugeben, dass bei meiner Beschreibung, die Realität etwas vereinfacht wird. Es ist leider nicht möglich, alle entscheidenden Faktoren mit in diesem Modell abzubilden. Deshalb gehe ich nur auf ein paar bestimmte Punkte ein, welche das Gesamtkonzept gut darstellen.

Neben den Eintrittsbarrieren gibt es auch die sogenannten Austrittsbarrieren. Damit wird der Schwierigkeitsgrad des Austretens aus dem relevanten Markt beschrieben. Bei den beiden Kanälen ist der Austritt aus dem Markt mit unterschiedlichen Kosten verbunden. Die Kosten beim SEO sind oft weitaus höher als beim PPC, da die ersten Ergebnisse möglicherweise erst nach Monaten sichtbar sein werden. Somit hat das Unternehmen bereits investiert, ohne ein Ergebnis zu erzielen. Es kommt natürlich drauf an, während welcher Phase der Austritt aus dem Markt stattfinden wird. Leider ist es oft zu individuell, dass man hier keine einheitliche Regel finden kann. Alle Entscheidungen sind von Fall zu Fall unterschiedlich. So kann der Verlust für die SEO Maßnahme in manchen Fällen niedriger ausfallen, als beim PPC.

Der Einsatz von Suchmaschinenoptimierung sollte unbedingt bei der Strategiefindung mitberücksichtig werden. Es ist mittlerweile weitaus mehr als nur ein Kanal um Traffic zu generieren. Meiner Meinung nach kann ein Unternehmen sogar durch SEO einen zukünftigen Konkurrenzvorteil erlangen. Denn in bestimmten Märkten wird es bald einfach nicht möglich sein auf die Spitze der SERPS vorzudringen.

Welche Strategie verfolgen Sie beim Promotion Mix? Stimmen Sie mit dem Autor überein?

Ansatz zur Segmentierung von Kunden für SEM & SEO

In den meisten Konzepten wird sehr oft auf das Thema Segmentierung von Kunden und das Targeting des bestimmten Kundensegmentes eingegangen. Vor ein paar Jahren war dieser Prozess oft mit sehr hohen Kosten verbunden, da einfach noch keine ausgereiften Tools gab, welche die ganze Arbeit erleichtern konnten. Mittlerweile hat sich die ganze Situation geändert, es gibt ein paar gute online Tools welche bereits aussagekräftige Ergebnisse liefern können. Die erhobenen Daten können ziemlich gut in die bestehende Maßnahme integriert werden um den maximalen Erfolg zu erzielen.

Tools

Tools

Durch Segmentierung wird der gesamte Markt in Kundegruppen mit verschiedenen Bedürfnissen aufgeteilt. Die Segmentierung basiert auf geographischen, demographischen, psychographischen und verhaltensorientierten Merkmalen. Es ist nicht zwingend notwendig alle vier Segmentierungskriterien anzuwenden um brauchbare Ergebnisse zu bekommen. Oft reichen schon die geographischen und demographischen Merkmale damit ein bestimmtes Segment angesprochen werden kann. Kundensegmentierung kann unter anderem für Werbemaßnahmen, Produktentwicklung aber auch für die Webseitenarchitektur verwendet werden.

Bevor überhaupt eine Webseite oder eine Landingpage entwickelt werden kann, sollte man bereits über den zukünftigen Kundensegment genug Informationen gesammelt haben. Es ist mittlerweile wirklich sehr einfach ein paar brauchbare Daten für solche Zwecke zu bekommen. In diesem Fall steht uns das Google Ad Planner Tool zur Verfügung. Mit diesem Tool ist es möglich die wichtigsten demographischen Kriterien für “fast” jede beliebige Seite anzeigen zulassen.

Beispielsweise Sie betreiben einen Online Shop im Bereich Schlafmöbel und Wohnaccessoires. Eine mögliche SEO Optimierungsmaßnahme konzentriert sich auf die Begriffskombination „betten bestellen“. Die erste Frage welche oft bei diesem Thema auftaucht: Was ist eigentlich mein Kundensegment in diesem Bereich und wie soll die Landigpage überhaupt aussehen um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen? Ein einfaches Framework hilft bei der Beantwortung der Frage.

1. Der erste Schritt besteht aus der Informationensammlung und der Konkurrenzanalyse. Die meisten benutzen wohl Google für diese Zwecke, man kann natürlich auch andere Quellen für die Auswertung benutzen. Eine einfache Konkurrenzanalyse zu der Begriffkombination „betten bestellen“ liefert uns einige Webseiten, welche bereits für die Kombination sehr gut ranken.

2. Die Liste der identifizierten Konkurrenten wird schnell durch das Google Ad Planner Tool gejagt um ein paar brauchbare Daten zu bekommen. Die Auswertung der Webseiten zeigt uns folgende Aufstellung der demographischen Merkmale (siehe Screenshot). Oft sind die Daten nicht 100% korrekt, deshalb sollte eine bestimmte Menge der Daten gesammelt werden um überhaupt Rückschlüsse aus den Informationen ziehen zu können. Bei einer bestimmten Samplegröße wird es mit Sicherheit möglich sein einen bestimmten Trend erkennen zu können wonach sich die gesamte Werbestrategie richten kann.

Google Ad Planner

Google Ad Planner Zielgruppe

3. Als nächstes müssen die Daten natürlich richtig interpretiert werden. Alle Annahmen die bereits getroffen wurden sollten erstmal unberücksichtig bleiben, damit es nicht zu einer Verfälschung der Ergebnisse kommt. Aus den gewonnen Daten können mehrere Trends abgeleitet werden. Das Kundensegment besteht zu 60% aus Frauen und zu 40% aus Männern. Die meisten sind 35-45 Jahre alt mit einem stabilen Haushaltseinkommen von ca. 30.000 – 40.000 € im Jahr.

4. Nachdem die Segmentierung erfolgreich durchgeführt wurde, kommt als nächstes das Targeting ins Spiel. Targeting ist nicht anderes als die Evaluierung des identifizierten Segmentes in Bezug auf die Attraktivität. Hier wird entschieden ob überhaupt das gefundene Segment angegangen werden kann, da manche Segmente einfach nicht lohnenswert sind. In diesem Fall ist der Segment „Frauen ab 30 im Berufsleben“ sehr wichtig für die Marketingkampagne, da es zu einem der Hauptsegmente gehört. Durch eine Mikrosegmentierung können auch andere Segmente angesprochen werden, etwa wie „Männliche Singles ab 20“ oder „ Senioren 60+ finanziell abgesichert“. Die beiden Segmente können zwar sehr interessant werden sind aber nicht Attraktiv genug um dorthin das Werbebudget zu verlagern.

5. Nun wurde das Hauptsegment für die Begriffskombination „betten bestellen“ herausgefunden. Mit Hilfe der Daten kann die gesamte Werbestrategie etwas präziser gestaltet werden. Die Adwords anzeigen können speziell auf die Gruppe der „Frauen ab 30 im Berufsleben“ ausgerichtet werden. Die Landingpages sollten entsprechende Elemente beinhalten, durch welche die Zielgruppe angesprochen werden kann. Die Bannerwerbung kann auf entsprechenden Seiten geschaltet werden. Natürlich sollten die gewonnen Daten auch für die „offline“ Werbekampagne genutzt werden. Es gibt einfach viele Möglichkeiten für die Verwendung der Daten und diese Möglichkeiten sollten unbedingt genutzt werden.

Mit solchen Tools wie Google Ad Planner oder Microsoft Audience Intelligence haben die online Marketer starke Werkzeuge in die Hand bekommen. Natürlich sollte der Prozess der Segmentierung nicht nur auf demographischen oder geographischen Daten basieren. Zur genauen Ausrichtung der Werbestrategie sind verhaltensorientierte und psychographische Merkmale unbedingt notwendig.

Welche Tools benutzen Sie bei dem Segmentierungsprozess? Wie genau sind die online Tools wie Google Ad Planner oder Microsoft Audience Intelligence?

Der Kampf zwischen PPC und SEO

Öfters gibt es die Diskussion, besonders im Us-amerkanischen Raum über den Einsatz von PPC und SEO als Marketingmaßnahme beim promoten der Webseiten. Jedoch trennen sich hier die Meinungen und es wird auch unter anderem viel über die Wirkungskraft der Maßnahmen diskutiert. Es geht manchmal soweit, dass die jeweiligen Seiten sich mit harten Argumenten bekriegen, damit das eigene Business verteidigt wird. Doch welche Maßnahme ist wirklich sinnvoller beim Aufbau von einem erfolgreichen Online Business? Diese und andere Fragen stellen sich die Unternehmer während der Budget Planungsphase.

So stehen besonders kleine und mittlere Unternehmen vor der Entscheidung, welche Marketingmaßnahme den größten Mehrwert mit sich bringen wird. Hier werden oft die beiden Channels als vollkommene Substitute gesehen. Aus diesem Grund heißt es oft entweder wir machen SEO oder PPC. Gerade hier werden die meisten Fehlentscheidungen getroffen, da die Channels in diesem Fall nicht in einem Portfolio Ansatz betrachtet werden. Der Portfolio Ansatz wird sehr oft bei der gesamten Marketingstrategie verwendet, um die Entwicklung der einzelnen Produkte / Kanäle darzustellender. Dieser Ansatz zeigt eine Verbindung der einzelnen Maßnahmen in Bezug auf vordefinierte Größen beispielsweise wie Marktvolumen und Marktwachstum. Zusätzlich können aber auch andere Modelle aus der Strategic Management Lehre beispielsweise Porter-5-Forces oder aber auch die weitverbreitete SWOT-Analyse angewandt werden.

In unserem Fall müssen wir jedoch den klassischen Portfolio Ansatz etwas verändern, damit dieser auch auf die Online Strategie übertragbar ist. Auf dieser Weise werden die wichtigsten Größen in Bezug zueinander gesetzt, wie es in der Tabelle 1.0 gezeigt wird.

Excel Darstellung

Tabelle 1.0

Dabei sieht man die unterschiedlichen Werte der jeweiligen Channels aus der allgemeinen online Marketing Strategie eines Unternehmens. Gerade bei diesem Beispiel wird es ganz klar, dass die Marketingstrategie nicht nur aus SEO oder PPC besteht. Hierzu kommen auch andere Maßnahmen wie Social Media, Email, Performance Marketing oder auch die direkten Besuche, welche durch das eintippen von der URL oder durch die Suche nach einem bestimmten Brand zustande kommen. Aus so einer Darstellung lassen sich sehr viele wichtige Informationen ableiten. In der Tabelle 1.0 machen die direkten Zugriffe 30 Prozent des gesamten Besucheraufkommens einer Website aus, dieser Wert deutet darauf hin dass die Webseite bereits über ein sehr gut ausgebaute Markenbekanntheit besitzt.

Bereits mit dieser Darstellung ist es möglich sehr viele Rückschlüsse ziehen zu können, dazu werden die einzelnen Channels bei der Performance der Seite verglichen und gegenüber gestellt. Dadurch wird es schnell klar, dass der PPC oder SEO Channel nicht alleine für den gesamten Erfolg der Seite steht. Zudem kommen auch andere Maßnahmen welche bei der gesamten Strategie unbedingt berücksichtig werden sollten. Der Einsatz von Suchmaschinenmarketing sollte nicht in einem Vakuum stehen, wie es gerne von der Industrie vorgegaukelt wird. Eine erfolgreiche Kampagne setzt sich aus einem online Promotion Mix zusammen, welcher dann für den gesamten Erfolg des Unternehmens steht.

Oft werden die einzelnen Vorgehensweisen in eine klassische Portfolio Matrix eingeordnet. Auf der Grundlage der bereits erhobenen Daten können dann weitere Handlungsempfehlungen im Hinblick auf die Budgetierung und die Entwicklung des Gesamtkonzeptes ausgesprochen werden. In der Abbildung 2.0 sieht man ganz deutlich die Performance der einzelnen Channels. Hier könnte man eine schnelle Annahme machen, dass Affiliate Marketing und Email, das größte Wachstumspotenzial bei der gesamten Strategie aufweisen könnten.

Abbildung

Abbildung 2.0

Die beiden Channels haben eine hohe Conversion rate, aber in Gegensatz zu PPC, SEO und Social Media nur sehr wenig Besucheraufkommen. Demnach sollte das Budget für die beiden Channels etwas erhöht werden um die Profitabilität der gesamten online Marketing Kampagne zu steigern. Natürlich tragen die anderen Maßnahmen z.B. zu einem hohen Markenbekanntheitsgrad bei, was sich dann wiederum beim Wachstum von direkten Traffic oder Conversion rate auswirkt.

Eins steht fest, dass es nicht mehr ausreicht sich nur auf eine Sache zu konzentrieren um online erfolgreich zu sein. Zu einer erfolgreichen Strategie gehört eine Diversifikation der Werbemaßnahmen in Bezug auf die gesetzten Metriken, welche den Erfolg des gesamen Unternehmens abbilden.

Was denken Sie darüber? Kann ein Unternehmen nur mit PPC auf Dauer erfolgreich sein?

Excel Tool: Google URL Builder für SEM Manager

Bereits im ersten Teil schrieb ich ausführlich über das Thema Google URL Builder und den richtigen Einsatz von diesem Tool. Wie ich finde, ist es eine sehr gute Methode die Kampagnen tracken zu können. Vor allem ist der Einsatz bei Yahoo Search Marketing & Microsoft adCenter zwingend notwendig, da sonst der Traffic als organic und nicht als paid angezeigt wird. Google bietet zwar eine webbasierte Anwendung für das Tagging der Links, diese ist aber bei einer großen PPC Kampagne fast nicht zu gebrauchen.

Kurzer Hand habe ich mich entschlossen ein Excel Tool genau für diese Zwecke zu kreieren. Bei diesem Excel Tool geht es nur um das Tagging der Links für bestimmte Kampagnen. In diesem Fall eignet sich dieser Excel sheet besonders ganz gut für Paid Search, aber auch für andere Sachen wie Newsletter und sonstige online Werbeaktivitäten.

Excel Url Builder

Excel Google URL Builder

Obwohl die meisten Funktionen selbsterklärend sind, gibt es trotzdem eine kurze Anleitung dazu:

1. Website URL – In dieser Spalte tragen Sie die Landinpage URL ein.

2. Campaign Source – Hier wird die genaue Quelle der Kampagne eingetragen bspw. Google, Yahoo oder Bing.

3. Campaign Medium – Das Medium kann verschiedene Bezeichnungen haben, hier hat man die Auswahl zwischen cpc, banner, email, link usw.

4. Campaign Term – Beim Campaign Term wird das gewählte Keyword eingetragen.

5. Campaign Content – Bei der Erstellung der Kampagnen werden meistens mehrere Anzeigen kreiert. In dieser Spalte wird die eindeutige Anzeigenversion eingefügt.

6. Campaign Name – Die Bezeichnung der Marketing Kampagne. Wählen Sie bitte einen eindeutigen Namen, damit später bei der Zuordnung keine Schwierigkeiten entstehen.

7. Tagged URL – In dieser Spalte ist die bereits getaggte URL zu finden. Diese URL kann durch copy&paste in das bestehende PPC Konto integriert werden.

8. Formeln zuweisen – Damit entlang der Spalte “Tagged URLs” auch die richtigen URLs angezeigt werden, sollten Sie eine der Zellen markieren, danach rechts unten (auf das kleine schwarze Rechteck) klicken und entlang der Spalte nach unten ziehen. Somit wird die eingegebene Formel auf die weiteren Zellen übertragen.

Laden Sie den Excel Google URL Builder herunter!

Welche Tools benutzen Sie für solche Zwecke?

Yahoo Search Marketing & Microsoft adCenter mit Google Analytics tracken

Bei der Erstellung von Suchmaschinenmarketing Kampagnen ist es wichtig, dass die Kampagnen richtig getrackt werden, um wichtige Entscheidungen treffen zu können. Da Google Analytics automatisch nur die Adwords tracken kann, sollte man zu einer anderen Lösung greifen. Hierfür eignet sich das Tool mit dem Namen „Google URL Builder“. Mit diesem Tool ist es möglich die URLs zu taggen, damit diese auch richtig in das Analytics Account übernommen werden.

Zwar werden die Kosten, ROI, Margin und andere Metrics nicht in das Analytics Account übernommen, dafür ist aber eine Auswertung von Anzeigenversionen, Keywords und Conversion rate möglich. Es ist jedenfalls empfehlenswert alle Kampagnen zu taggen, da sonst der bezahlter von Traffic von Yahoo und Microsoft als „organic“ angezeigt wird, dadurch wird die Zuordnung völlig ausgeschlossen. Beim Google URL Builder hat man 5 vordefiniere Felder:

URL Builder

Google URL Builder

1) Campaign Source: Hier wird der Referrer angezeigt über welchen die Besucher auf die Seite gelangen, so kann man z.B. die Links in einem Newsletter oder auch sogar bei Google Local Search kennzeichnen. Dieses Feld ist als erforderlich gekennzeichnet, hier sollte man unbedingt einen sinnvollen Namen sich überlegen.

2) Campaign Medium: Dieses Feld ist auch als erforderlich gekennzeichnet, hier wird das Medium genannt. Man kann als Beispiel das Medium Cost-Per-Click (cpc) oder Email vergeben. Zum Medium cpc sollten dann auch die Yahoo Search Marketing und Microsoft adCenter Kampagnen zugeordnet werden. Hier hat man die Wahl zwischen cpc oder ppc, wobei das Google Analytics die Adwords Kampagnen als cpc zuordnet. Ich benutze immer die Abkürzung „cpc“!

3) Campaign Term: Dieses Feld wird hauptsächlich dazu verwendet um die Keywords bei den bezahlten Kampagnen zu taggen. Zwar ist es ein sehr hoher Aufwand alle Keywords zu taggen,jedoch ist dieser Aufwand definitiv lohnenswert. Dadurch wird das Auswerten vereinfacht und bestimmte Aktionen, werden zu bestimmten Keywords zugeordnet.

4) Campaign Content: Wird auch für das A/B testing eingesetzt. Ich setze es meistens bei den Anzeigenversionen, dadurch kann ich die Performance der einzelnen Anzeigen beobachten. Aber auch beim Newsletterversand kommt es zum Einsatz, so taggt man beispielsweise die Links aus der HTML und der Text Version. Es gibt praktisch unendlich viele Möglichkeiten beim Einsatz von Campaign Content Feld.

5) Campaign Name: Mit dem letzten Feld wird die spezifische Kampagne bestimmt z.B. Alles-Muss-Raus Sale Aktion im Winter oder Promotional Code. Falls es keinen Namen für die Aktion gibt, kann dieses Feld leer gelassen werden. Nur die ersten beiden Felder sind erforderlich und zwar Source & Medium.

Bei der Erstellung von Kampagnen kann das Tool sehr hilfreich sein. Aus meiner Erfahrungen, setzen dieses Tool nur die wenigsten ein, was für mich teilweise nicht verständlich ist. Da ohne das Tool, ein Teil der Daten einfach unbrauchbar ist und für die Analyse nicht benutzt werden können. So reicht es schon ein paar Links zu taggen, um eine detaillierte Auswertung machen zu können.

Übrigens, um die Adwords Daten automatisch in das Google Analytics Account zu übernehmen, sollte die Tracking Funktion unbedingt aktiviert sein. Mit der Aktivierung werden alle Daten automatisch mit dem Analytics Account verknüpft. Damit lässt sich nahezu fast alles Auswerten, sogar die Conversion rate auf den bestimmten Ad Positions. Das ist wirklich sehr starkes Tool, welches vor allem bei der Kampagnenoptimierung sehr gut eingesetzt werden kann.

Adwords Tracking

Adwords Tracking Aktivierung

Nun komme ich aber zu einem Beispiel aus der Praxis, damit es auch für jeden verständlich wird, wie man den URL Builder erfolgreich einsetzen kann. Nehmen wir an, dass wir eine Kampagne auf Microsoft adCenter gestartet haben, mit folgenden Eigenschaften:

1) Source: microsoft
2) Medium: cpc
3) Term: schlafanzug
4) Content: anzeigenversion-1
5) Name: winterschlussverkauf

Google URL Builder

Google URL Builder

So sieht dann der fertige Link aus. Diesen Link fügt man als Destination-URL ein.

http://www.mysite.com/?utm_source=microsoft&utm_medium=cpc&utm_term=schlafanzug&utm_content= anzeigenversion-1&utm_campaign=winterschlussverkauf

Das wars dann eigentlich auch schon, so ist der Link bereits fertig zum Einsatz. Es sollten immer am Anfang zwei verschiedene Anzeigenversionen getestet werden, damit die sogenannte „Winner-Version“ herausgefunden wird. Um dies zu machen, tauscht man einfach beim vierten Punkt, also beim Content die Variable aus. Da es an sich sehr mühselige Arbeit ist alle Links zu taggen, eignet sich dafür die Microsoft Excel Lösung. Damit kann die Arbeit teilweise automatisiert werden.

Karten Overlay als Geo-Targeting Werkzeug nutzen

Web Analytics Tools stellen uns jede Menge Daten zur Verfügung. Die Karten Overlay Funktion kann besonders bei lokalen Marketing Kampagnen sehr hilfreich sein. Ich nutze sehr oft diese Möglichkeit zusammen mit den SEM Kampagnen. Besonders Google Analytics bietet hier eine perfekte Integration zwischen den einzelnen Accounts. So ist man in der Lage die komplette Analyse der Adwords Kampagne im Analytics Account zu machen.

Damit die Kampagne auch profitabel wird, sollten alle Faktoren welche zum Erfolg führen berücksichtig werden. So ist z.B. das Quality Score entscheidend für die Platzierungen der Anzeigen und die Klickkosten. Um möglichst hohes Quality Score zu bekommen, wird oft unteranderem empfohlen das Geo Targeting einzusetzen. Aber bevor das Geo-Targeting richtig eingesetzt werden kann, sollte sich der Betreiber der Webseite über die Zielsetzung klar sein.

Die Frage lautet: Was wollen wir mit der Webseite und der Marketing Kampagne überhaupt erreichen? Ich beschränke mich hier auf 3 mögliche Zielsetzungen, das sind Leads, Sales und Besuchszeit auf der Seite. Ein Lead ist bei diesem Beispiel die Registrierung für das Firmennewsletter. Nachdem das Tracking korrekt eingerichtet wurde und einige Daten gesammelt wurden, ist es möglich Rückschlüsse aus den gewonnen Informationen zu ziehen. Natürlich ist es wichtig die Daten über eine bestimmte Zeitperiode zu sammeln, da erst dann die statistische Signifikanz gegeben ist. Erst auf einer soliden Basis können wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Zusätzlich sollten aber auch die saisonalen Schwankungen berücksichtig werden, welche die Daten sehr leicht verfälschen können. Wie man sieht kann das Thema weit komplizierter werden als gedacht, damit das Beispiel nicht zu kompliziert wird, werden machen Sachen einfach ignoriert um die Darstellung etwas zu vereinfachen.

Google Karten Ansicht

Screenshot 1.0

Das Karten Overlay Bericht zeigt die Zugriffe aufgesplittert nach Land, Bundesland oder Stadt. Wenn bereits genug Daten erhoben wurden um ein präzises Targeting zu machen, sollte man bei der Detailgenaugigkeit als Ansicht „Stadt“ auswählen. Nun bekommt man eine sortierte Auflistung der Zugriffe nach Städten siehe Screenshot 1.0

Google Karten Ansicht Conversion

Screenshot 1.1

Diese Information kann in dieser Form noch nicht für das Geo-Targeting verwendet werden, da es nur die Zugriffe und andere Metriken welche in erster Linie nur teilweise relevant für die Zielsetzung sind angezeigt werden. Wie es oben beschrieben wurde, ist das Ziel bei diesem Beispiel die Leadgenerierung (Registrierung für das Firmennewsletter), deshalb eignet sich hier ganz besonders die zweite Ansicht.
Google Karten Filter

Screenshot 1.2

Die zweite Ansicht beinhaltet eine Auflistung der Zugriffe nach Städten verknüpft mit der Conversion rate (Screenshot 1.1).

Damit die Städte mit der höchsten Conversion rate angezeigt werden, eignet sich die Erweiterte Filter Funktion. Als Kennzahlen wählt man die Zugriffe und stellt die gewünschte Regel ein. Hier habe ich alle Städte mit Zugriffen > 50 und Conversion rate > 1,5% ausgewählt (Screenshot 1.2).

Google Karten

Screenshot 1.3

Ich empfehle die Filterfunktion bei sehr langen Listen zu verwenden um groben Überblick über die wichtigsten Daten zu bekommen. Dort werden auf einem Blick alle Städte mit den gewünschten Vorgaben angezeigt (Screenshot 1.3), mit den neuen Erkenntnissen kann die bestehende Adwords Kampagne optimiert und erweitert werden. Wie das funktioniert, werde ich im Laufe der Woche beschreiben.

In diesem Sinne, frohes neues Jahr und viel Erfolg in der Zukunf!